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Alfred Edmund Brehm

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Durch die fünfjährige Afrikareise wurde Alfred Brehms Lebensweg entscheidend beeinflußt. Für ihn stand danach fest, Naturwissenschaften zu studieren, um seine praktisch gesammelten Erfahrungen auch theoretisch zu vertiefen. Die Zeit bis zu seiner Immatrikulation an der Universität Jena, die am 29.04.1853 erfolgte, nutzte er, um sich auf das Studium vorzubereiten. Da er aber kein Gymnasium besucht hatte, mußte er beim herzoglichen Konsistorium in Altenburg einen Erlaubnisschein für den Besuch der Universität beantragen, der auch ausgestellt wurde. Zur materiellen Absicherung des Studiums richtete Alfred Brehms Vater ein Gesuch an das herzogliche Finanzministerium, indem er "unterthänigst" um Studienbeihilfe für seinen Sohn bat. Ob dieses Gesuch Erfolg hatte, konnte bisher nicht festgestellt werden.

In den Studentenverzeichnissen der Universität erscheint Alfred Brehm vom Sommersemester 1853 bis zum Wintersemester 1854/55 als Student der Naturwissenschaften. Er schloß sich (wie bereits 1852 Bruder Reinhold und dann 1883/84 Sohn Horst und Neffe Alfredo) der Jenaer studentischen Verbindung Saxonia an, welcher er bis zu seinem Lebensende die Treue hielt. Brehm, von seinen Kommilitonen "Pharao" genannt, wurde bereits in dieser Zeit auch schriftstellerisch tätig. Schon Ende 1853 lag das Manuskript eines Buches über seine Beobachtungen und Erlebnisse in Afrika vor, welches 1855 unter dem Titel "Reiseskizzen aus Nord-Ost-Afrika" in Jena erschien.

Am 01.05.1855 bekam er das Doktordiplom an der philosophischen Fakultät der Universität Jena. Aufgrund seiner fünfjährigen Afrikareise sah man darüber hinweg, daß Brehm nur vier Semester studiert hatte und erkannte als Dissertation einige Kapitel seiner Reisebeschreibungen an.

Die nächsten Monate nutzte er hauptsächlich zur Vorbereitung einer neuen Expedition, die der genauen Erforschung der Tierwelt auf der Pyrenäenhalbinsel dienen sollte. Im April 1856 brach er zusammen mit seinem Bruder Reinhold und "ein paar anderen Gefährten" nach Spanien auf und kehrte Mitte August 1857 mit einer reichen Vogelsammlung nach Renthendorf zurück, die aber zur Bestreitung der Reisekosten größtenteils verkauft werden mußte.

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