FacebookTwitterRSS Feed

Alfred Edmund Brehm

. Zugriffe: 21570

Hier begann er 1867 mitten in der Stadt, in einem ehemaligen Wohnhaus (`Unter den Linden.·'Ecke Schadowstraße - das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört, mit der Einrichtung des "Berliner Aquariums", welches nach ganz modernen künstlerisch-pädagogischen Prinzipien gestaltet wurde. Dabei kam es Brehm vor allem darauf an, den Besuchern die ausgestellten Tiere auch in ihrer natürlichen Umwelt zu zeigen, was ihm mit dem "Schlangengang", dem "Vogelhaus" und der"Geologischen Grotte" auch meisterhaft gelungen ist.

Allein schon die architektonische Gestaltung des "Berliner Aquariums" fand großen Anklang in der Fachpresse. "Nicht von geringerem Interesse ist die Art und Weise, wie dem Betrachter der Anblick der Fische und der Fluß- und Seethiere, wie überhaupt des Lebens im Wasser erleichtert ist. Durch große Glastafeln., welche von hinten her erhellt sind, wird eine Wasserpartie mit Allem, was darin lebt, schwimmt, kriecht und wächst, eingeschlossen. Man sieht die Fische vor sich herum schwimmen, die Molche nach Nahrung gehen, die Krebse und Hummern herumkriechen., man erblickt die Pracht der Seerosen., der Polypen und Muscheln, kurz man hat hier das ganze Leben des Meeres im Kleinen unmittelbar vor sich", schrieb l874 Dr. Sabell in einer kleinen Broschüre über diese Einrichtung.

Bereits im Eröffhungsjahr 1869 fand diese hervorragende Bildungseinrichtung regen Zuspruch, 1872 wurden 250.000 Besucher registriert. Aber auch hier konnte Alfred Brehm nicht auf Dauer entsprechend seinen Vorstellungen wirksam werden und stellte l874 sein Direktorenamt zur Verfügung. (Das "Berliner Aquarium" wurde 1910 aufgelöst, den gesamten Tierbestand kaufte der Zoologische Garten Leipzig.)

Spendenbutton

Unterstützen Sie die Arbeit des Förderkreises Brehm e.V.

Betrag EUR