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Alfred Edmund Brehm

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Brehm unternahm im Winter 1883/84 seine letzte Reise, auf der er in den USA fünfzig Vorträge hielt. Diese Reise wurde für ihn zu einem schicksalhaften Ereignis. Kurz vor seiner Abfahrt erkrankten seine bei ihm wohnenden vier Kinder Thekla, Leila, Frieda und Alfred Rudolf (1878-1884) - der älteste Sohn Horst studierte in Jena Medizin – an Diphtherie. Da Alfred Brehm bereits seit1878 Witwer war, stand er vor einer schweren Entscheidung. Entweder blieb er bei den gefährdeten Kindern und zahlte eine hohe Vertragsstrafe, wozu sein Geld aber nicht ausreichte, oder er kam der Verpflichtung nach und mußte sich, wenn die Krankheit Opfer forderte, zeit seines Lebens vorwerfen, die mutterlosen Kinder in der größten Gefahr verlassen zu haben. Der Arzt beruhigte ihn und riet zur Fahrt, da alle gesund werden würden. Ende Januar jedoch erhielt er die Nachricht vom Tod seines jüngsten Sohnes. Zu diesem seelischen Kummer kam noch hinzu, daß er wieder an Malaria erkrankte, unter der er schon als junger Mann in Afrika gelitten hatte. Nur mit größter Anstrengung konnte er diese Vertragsreise beenden. Als kranker und gebrochener Mann kehrte er am 11.05.1884 nach Berlin zurück. Nach diesen harten Schicksalsschlägen sehnte sich Brehm nur noch nach Ruhe und verlegte seinen Wohnsitz im Juli 1884 wieder in die Renthendorfer Heimat. Hier vollendete sich wenige Monate später, am 11.11.1884, sein rastloses Forscherleben im Alter von nur 55 Jahren.

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