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Artenschutzturm

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In 40 cm große Buchstaben steht es für jeden weithin lesbar geschrieben: Thüringens erster Artenschutzturm steht am Ortseingang von Renthendorf. Er bietet Heimstatt für Vögel, Kriechtiere, Fledermäuse und Insekten.

 

Diese Heimstatt befindet sich in einem 1931 erbauten und 1996 stillgelegten Trafoturm, der zum Brehmfest 1996, anlässlich des 50 jährigen Bestehens der Brehm-Gedenkstätte von der TEAG (Thüringer Energieversorgungs AG) der Gemeinde Renthendorf für eine symbolische Mark übereignet wurde. Im Vorfeld hatte die TEAG am Turm Sanierungsarbeiten durchgeführt. Die Gemeinde übergab den Turm in der Feierstunde anlässlich des Gedenkstäätenjubiläums an den Förderkreis Brehm e.V. zur weiteren Nutzung.

 

Schon früher herrschte im und am alten Turm ein reges Vogelleben. Doch die eigentliche Anregeung holte sich Jörg Hitzing (langjähriger ehem. Leiter der Brehmgedenkstätte und ehem. Geschäftsführer des Förderkreises) auf einer Ornithologentagung (anlässlich des 150 Jahrestages des Treffens der Ornithologen) 1995 in Köthen, wo bereits bestehnde Artenschutztürme in Sachesnanhalt und Bayer vorgestellt wurden.

 

Mitglieder des Vereins leisteten danach 200 Stunden für den Umbau zum Artenschutzturm (Einbau eines Holzturms mit 2 Etagen, Mauerdurchbrüche, ein Insekten- und ein Eulenkasten, 4 Meisen- , 2 Starkästen und 2 Halbhölen).
Die Aufschrift an der Vorderfront besteht aus s.g. Insektenhölzern. das sind mit Löcher versehene Holzleisten, die den Insekten Wohnraum und den Vögeln zugleich Nahrung bieten. 1999 wurde der Artenschutzturm eingezäunt und innerhalb der Umzäunung verschiedene Gehölze angepflanzt.

 

Jedes Jahr im Winter werden die Nistkästen von Vereinsmitglied Thomas Peter gereinigt und auf ihre Belegung kontrolliert. Dabei wurde festgestellt, dass ca. 70 der Nisthilfen genutzt werden (u.a. von Star, Kohl- und Blaumeise).

 

Mit dem Artenschutzturm besitzt Renthendorf, neben der Brehm-Gedenkstätte, dem Pfarrhaus, der Kirche und dem Brehm-Rundwanderweg (mit Ahörnern, der Brehmschen Vogelwarte) einen weiteren Anziehungspunkt, der direkt an die Brehms erinnert. Bereits im 19. Jh. forderten sowohl der Vogelpastor Christian Ludwig Brehm, als auch sein Sohn der Tiervater Alfred Edmund Brehm bereits den schutz von Vögeln und die Erhaltung ihrer Lebensräume.

 

 

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